Quintenzirkel

Der Quintenzirkel ist der Zauberkasten des Musikers. Wenn man ihn beherrscht, kann man jedes Musikstück sehr einfach dekodieren und verstehen.

Quintenzirkel - Der Cheat-Code der Musik

Der Quintenzirkel bereitet vielen Schwierigkeiten, dabei ist er eigentlich leicht zu verstehen, wenn man das Grundprinzip einmal erkannt hat. In diesem Video lernst Du, wozu man den Quintenzirkel braucht und warum er wie ein Cheat-Code für die Musiktheorie ist.

0:00 Wozu braucht man den Quintenzirkel?
0:51 Wie kann man sich merken, welche Tonart wie viele Kreuze hat?
1:30 Welche Tricks gibt es, um auswendig zu lernen, welche Tonart wie viele Kreuze hat?
2:06 Wie kann man sich merken, welche Tonart wie viele b-Vorzeichen hat?
2:46 Vor welche Töne der Dur-Tonleiter werden die Kreuze platziert?
3:44 Vor welche Töne der Dur-Tonleiter werden die b-Vorzeichen platziert?
4:14 Was muss man sich merken?
4:55 Abspann

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Der Quintenzirkel für Durtonarten

In den Erläuterungen zu Tonleitern haben wir gelernt, wie man bestimmen kann, welche Vorzeichen zu bestimmten Tonarten gehören. Dabei haben wir festgestellt, dass die Tonart C-Dur die einzige Durtonart ohne Vorzeichen ist. Wenn man für die anderen Tonarten die Anzahl der Vorzeichen herausfinden möchte, kann man nun natürlich einfach, wie in den Tonleitervideos besprochen, die Tonleiter von diesem Ton aus aufschreiben und schon weiß man, welche Vorzeichen man braucht und vor welche Töne diese gehören. Das ist aber sehr mühselig und kann ziemlich lange dauern. Der Trick ist nun das Ganze mit einer Art Schablone zu beschleunigen – dem Quintenzirkel, hier speziell dem Dur-Quintenzirkel.

Der Quintenzirkel - Das Grundprinzip

Die Kreuztonarten

Genauso wie es nur eine Durtonart gibt, die keine Vorzeichen hat (also C-Dur), gibt es jeweils nur eine Durtonart mit einem Kreuz, mit zwei Kreuzen, mit drei Kreuzen usw. Jetzt muss man nur noch die Reihenfolge der Tonarten auswendig lernen und die verläuft immer in Quinten. C-Dur hat keine Vorzeichen, geht man nun von C eine Quinte rauf, landet man bei G. G-Dur hat also ein Kreuz. Von G eine Quinte rauf, landet man bei D. D-Dur hat also 2 Kreuze. Eine Quinte hoch – A. Also hat A-Dur 3 Kreuze. Danach kommt E-Dur mit 4 Kreuzen, H-Dur mit 5 und Fis-Dur mit 6 Kreuzen. Warum jetzt FIS und nicht F? Es müssen immer reine Quinten sein, also 7 Halbtonschritte. Von H nach F wären es nur 6 Halbtonschritte.

Der Dur-Quintenzirkel - Ermittlung der Kreuztonarten

Da auch dieses Quintenzählen noch einiges an Denkleistung erfordert, gibt es auch einfache Merksprüche, um sich die Reihenfolge der Tonarten zu merken, zum Beispiel: „Geh Du Alte Ente Heringe FISchen“. Dabei geben die fett gedruckten Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter die Tonart an und die Stelle, an der das Wort im Satz steht, die Anzahl der Kreuze.

Wenn Dich nun jemand fragt wie viele Kreuze E-Dur hat, gehe einfach den Merkspruch durch, also „Geh Du Alte Ente“, und schon merkst Du, dass das E an vierter Stelle ist, also E-Dur 4 Kreuze hat.

Der Dur-Quintenzirkel - Merkspruch für die Kreuztonarten

Die b-Tonarten

Wie Du sicherlich gemerkt hast, funktioniert das aber nur für Kreuztonarten. Wenn Du Dich jetzt an das Tonleitervideo oder -kapitel erinnerst, fällt Dir auf, dass man manchmal allerdings auch bs braucht. Wir können Dich aber beruhigen, denn auch hier funktioniert das Prinzip genauso. Für b-Tonarten muss man die Quinten jetzt allerdings in die andere Richtung gehen. Geht man vom C eine Quinte runter, landet man beim F, wieder eine Quinte runter beim B (auch hier B und nicht H, weil es reine Quinten sein müssen) dann Es, As, Des und Ges.

Einer der Merksprüche für die b-Tonarten lautet „Frische Brötchen Essen Asse Des Gesangsvereins“.

Jetzt können wir für alle Durtonarten die Anzahl der Vorzeichen bestimmen und wissen auch sofort, ob wir bs oder Kreuze brauchen.

Der Dur-Quintenzirkel - Merkspruch für die b-Tonarten

Vor welche Töne kommen die Vorzeichen?

Aber Moment! Welche Töne in den Tonarten bekommen denn nun ein Kreuz oder ein b? Wenn wir jetzt wissen, dass G-Dur zum Beispiel ein Kreuz benötigt, wissen wir ja noch nicht, vor welchen Ton der Tonleiter das Kreuz gehört. Auch hier steckt wieder eine Logik hinter und tatsächlich, auch das ist wieder mit dem Quintenzirkel lösbar. Für Kreuze starten wir hier beim F und gehen – wie immer bei Kreuzen – im Uhrzeigersinn vor. Das erste Kreuz für G-Dur muss also vor das F, sodass es zum Fis wird.

Der Dur-Quintenzirkel - Ermittlung der Vorzeichen

Zur Kontrolle: Die G-Dur-Tonleiter

Wir kontrollieren das mal mit der G-Dur-Tonleiter und erkennen, dass alle Halbtonschritte jetzt an der richtigen Stelle sind. Vom 3. auf den 4. Ton ist ein Halbtonschritt und vom 7. auf den 8. Ton ebenfalls.

Der Dur-Quintenzirkel - Überprüfung am Beispiel der G-Dur-Tonart

Bei D-Dur brauchen wir zwei Kreuze. Eins davon bleibt vor dem F, das zweite kommt vor das C. Bei A-Dur 3 Kreuze, das erste wieder vor dem F, das zweite wie zuvor vor dem C und das dritte vor dem G. So kommt immer nur ein neues Kreuz hinzu, die anderen bleiben bestehen. Für die b-Tonarten gilt dasselbe. Hier starten wir beim B und gehen wie immer bei B-Tonarten gegen den Uhrzeigersinn vor. F-Dur hat ein b vor dem H, was somit zum B wird. B-Dur, behält das b vor dem H und hat zusätzlich ein b vor dem E, was zu Es wird. Es-Dur hat drei bs, weiterhin eins vor dem H, eins vor dem E und eins vor dem A usw.

So kann man mit dem Quintenzirkel die Töne jeder Dur-Tonart ganz schnell herausfinden. Du findest eine sehr übersichtliche Version des Quintenzirkels in unserem Downloadbereich.

Was muss man sich merken?

An der Reihenfolge der Buchstaben im Quintenzirkel erkennt man, wie viele Vorzeichen eine Tonart hat. Auf der einen Seite sind die Vorzeichen Kreuze, auf der anderen bs. Vor welche Töne diese Vorzeichen müssen, erkennt man, wenn man den Quintenzirkel zwischen F und B teilt. Auf der einen Seite findet man die Töne, die mit Kreuzen versehen werden, auf der anderen die Töne, deren Stammtöne durch bs verändert werden müssen.

Für Molltonarten geht es genauso leicht, das erklären wir im Kapitel Moll-Quintenzirkel.

Molltonarten im Quintenzirkel

Zu jeder Durtonart gibt es eine parallele Molltonart, die die gleichen Vorzeichen hat. Paralleltonarten sind sehr leicht zu finden – es gibt gleich zwei Methoden, wie man sie bestimmen kann. In diesem Video erfährst Du wie es geht.

0:00 Was sind Paralleltonarten?
0:15 Wie findet man die parallele Durtonart?
0:35 Wie hilft einem die Paralleltonart beim Bestimmen der Vorzeichen?
0:46 Wie findet man die parallele Molltonart?
0:56 Wie merkt man sich den Mollquintenzirkel?
1:28 Abspann

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Der Quintenzirkel für Molltonarten

Im Molltonleiter-Video haben wir festgestellt, dass es immer eine Durtonart gibt, die die gleichen Vorzeichen wie eine der Molltonarten hat. Diese Tonarten gehören zusammen und man nennt sie Paralleltonarten. Man kann die parallele Durtonart einfach finden, indem man vom Grundton der Molltonart eine kleine Terz rauf geht.

Beispiel: Paralleltonart von g-Moll

Wenn man zum Beispiel die Vorzeichen für g-Moll bestimmen soll, geht man also von G eine kleine Terz nach oben und landet bei B. B-Dur ist also die parallele Durtonart von g-Moll.

Paralleltonart - Beispiel: g-Moll

Nun bestimmt man mit dem Wissen aus dem Dur-Quintenzirkel-Video einfach die Vorzeichen für B-Dur (also zwei bs, eins vor dem H und eins vor dem E). Diese Vorzeichen sind auch für g-Moll die gleichen. Umgekehrt kann man natürlich auch vom Grundton der Durtonart eine kleine Terz runter gehen, um die parallele Molltonart zu finden.

Ableitung des Moll-Quintenzirkels

Da diese Methode aber etwas lange dauert, kann man sich auch den Moll-Quintenzirkel merken, da er einfach ein verschobener Dur-Quintenzirkel ist. Am einfachsten geht das, indem man in einem ersten Schritt die gleichen Buchstaben, die außen am Quintenzirkel stehen, jetzt als kleine Buchstaben nach innen schreibt. Kleine Buchstaben deshalb, weil Molltonarten immer mit kleinen Buchstaben geschrieben werden, also z.B. g-Moll. Allerdings nehmen wir zunächst nur C-Dur und die Kreuz-Tonarten (Schritt 1). Jetzt muss in einem zweiten Schritt der innere Kreis um drei Schritte gegen den Uhrzeigersinn verdreht werden, so dass z.B. das kleine a unter dem C steht. C-Dur ist die Paralleltonart von a-Moll, also passt das. Auch die anderen Zuordnungen sind automatisch richtig (Schritt 2).

Ableitung des Moll-Quintenzirkels - Schritt 1 und 2

Jetzt müssen wir noch die fehlenden Molltonarten ergänzen und dabei helfen uns erneut die vom Quintenzirkel bekannten Merksprüche. Für die Kreuztonarten lautet der Merkspruch  „Geh Du Alte Ente Heringe Fischen“, so dass wir im Uhrzeigersinn nach dem h zunächst ein fis ergänzen können.

Danach geht es von vorne los, nur dass man jetzt ein immer ein „is“ an den Buchstaben hängt, der an der Reihe ist. Wir beginnen wieder mit c, das zu cis wird. Dann kommt wieder der Merkspruch Geh Du Alter Esel usw., also g wird zu gis und d zu dis.

Damit sind wir unten im Quintenzirkel angekommen und die Kreuztonarten sind komplett (Schritt 3).

Ableitung des Moll-Quintenzirkels - Schritt 1 und 2

Jetzt ergänzen wir noch die fehlenden b-Tonarten, indem wir mit dem Merkspruch ab c gegen den Uhrzeigersinn starten: Frische Brötchen essen, sodass wir f, b und es ergänzen können. Somit ist der Quintenzirkel für die Molltonarten komplett (Schritt 4).

In unserem Downloadbereich kannst Du Dir den Moll-Quintenzirkel kostenlos herunterladen.   

Welche Methode klappt für Dich besser? Kennst Du den ganzen Moll-Quintenzirkel auswendig oder bestimmst Du die Terzen, um die Paralleltonart herauszubekommen?

Was muss man sich merken?

Jede Durtonart hat eine parallele Molltonart. Diese kann man leicht finden, indem man vom Grundton der Durtonart eine kleine Terz tiefer geht. Der Moll-Quintenzirkel lässt sich aus dem Dur-Quintenzirkel durch die Anwendung der Merksprüche ableiten.

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